Die Kombination von spektroskopischer mit morphologischer Information (Partikelgröße und -form) öffnet einen bisher nur schwer zugänglichen Merkmalsraum. Somit lassen sich gezielt Hunderte von z.B. länglichen, fasrigen oder kompakteren runden Partikeln chemisch charakterisieren. Dies ist eine neue Dimension der Partikelanalytik, welche nicht nur Antworten zu Fremdpartikeln liefert, sondern auch die Einhaltung wichtiger Spezifikationen, z.B für das Design von Trockenpulverinhalatoren, überprüfbar macht.
Durch die Automatisierung wird das Analysenergebnis objektiv. Ein Operator kann nicht Hunderte oder Tausende von 2 - 5 μm kleinen Partikeln einzeln anfahren und spektroskopieren. Er wird letztendlich ein subjektives Ergebnis liefern, da Anwender dazu tendieren eine Vorliebe für Partikel zu entwickeln die schöne Spektren geben oder eine aussagekräftige Form haben. Mit dem Particle Explorer identifizieren Sie unbestechlich. Die integrierte automatisierte Raman-Spektroskopie wählt die richtige Laserintensität und Belichtungszeit für optimale Spektren. Ausgerichtet an kleinen Partikeln und beschleunigter Spektroskopie liefert die Standardversion ein aussagekräftiges Partikelspektrum in ca. 10 - 60 Sekunden. Mit dem neu entwickelten zehnfach empfindlicheren Ultra Raman Modul lässt sich diese Zeit noch auf unter 1 Sekunde verkürzen. Dies wird vor allem für die Analyse von 2 - 5 μm Partikeln empfohlen.
Bildauswertung:
Das Ergebnis der automatisierten Messung liegt nach ca. 2 Stunden Analysezeit vor.
Substanz
Alle Partikel
Größe 2 - 5 µm
Größe 5 - 10 µm
Größe 10 - 25 µm
Größe 25 - 50 µm
Größe 50 - 100 µm
Größe > 100 µm
Talkum
26
17
7
9
21
10
0
PVA
59
146
22
12
34
7
7
Polypropylen
154
29
2
56
0
59
4
Polystyrol
270
58
34
20
0
20
20
Protein
291
97
0
27
24
44
14
Analysiert
800
347
65
124
79
140
45
Alle Partikel
6516
2368
1976
459
846
660
207
Es wurden 800 Partikel zur Analyse ausgewählt. Die Mehrzahl der Partikel besteht aus Protein, der Hauptverunreinigungsquelle.